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6.1.2012

Nicht Konkurrenten bekämpfen, sondern Konkurrenz.

Haben Spiel. Sind …    (… in der Trommel.)

Mir sitzen die Sinne — Gedanken lose.

Haben Spiel. Sind …    (… in der Trommel.)

Sinnieren durch drehen.

Zum Ringelnatz’ Gedicht, “Bist Du schon auf der Sonne gewesen?”:

Sollte man hin? Erreichbarkeit ist inzwischen gegeben.

- Sonne ist tödlich!

- Ist nicht zum Erreichen da.

- Denk an die Pflanzen, Ikarus.

- Auf die Sonne zu, doch nur, um zu ernten:

natürlich kommt Licht von allein.

Anpeilen reicht.

>> Das ist schön antifanatisch, Ideale, schon gar Utopien, brauchen keine Opfer.

Etwas zusätzlich: die Nacht kennen bedeutet mit den Sternen auch andere Sonnen wahrzunehmen. Alternativen zu haben, Inkonsequenz zu üben. Leitwolken, Leit-Bilder, Schwärme von Bildern, Interferenzen davon.

Und dann das Stöckchen, Aufbruch des kleinen Taugenichts, deutsch-romantische Wanderschaft vor der hehren Sonne minimiert. Reisig, brüchig wird geschlichen und ganz im Privaten, das ist der Tramp der Enge.

Ein Stöckchen Reisig taugt auch mehr zum Pieksen, als zum Wandern.

“Ach gottchen, wie niedlich!”

— Pitsch! —

“Autsch!”

13.1.2012

Als Pasteur den Riesenkraken unter dem Mikroskop entdeckt, ist es schon zu spät.

26.1.2012

Zoo. Langeweile kann töten.

Deshalb hat man angefangen, den Tieren ihr Futter nicht mehr im Schälchen zu servieren. Stattdessen werden die Happen versteckt, oder schwer zugänglich aufgesteckt.

Meine Webseite braucht es, daß jemand stöbert. “Oh-tja, soweit wie der Zoo bin ich also auch schon!”, zeige nicht, lege Spuren. Kunst macht’s einem und den andern sicher nicht einfacher. Die Selbstironie hätt’ ich mir aber sparen können. Wo sind wir denn? Internet! Großer Kramladen, Weltlabyrinth, vor allem Stöberbude. Und der andere Kram, Schnelligkeit, direktes Erkennen = sofortiger Zugriff, selbstwegweisende Pfade, quasi unbewußte Freß- und Kaufakte, Scheinnetzwerke, das Stopfen der Publikumsleber, … kommen zweitens, drittens. Gehören sich eigentlich nicht hierhin. Ich setze demnach einfach den Stöbermodus des Internets auf meiner Seite fort. Aber noch einfacher, denn das Internet folgt selbst wiederum schlicht der Erkundungslust des Menschen, das Leben selbst: ein Labyrinth, obwohl es gefährlich ist, der Tod zwangsläufig in seiner Mitte, ist unwiderstehlich. Und was man nicht alles findet! Wie das Leben, Nischen und noch mal Nischen.

So eilet mit Weile, ihr lebenslangen Stöberlüste …

O.k., na ja. Was im Zoo übrigens nicht läuft, ist Unterhaltung. Irgendwie lassen Tiere sich nicht wirklich medial eindecken. Kommt nicht so gut. Die Unterhaltung gehört dem Menschen. Verdummen läßt sich offenbar nur das Publikum.

8.3.2012

Der Konzentration entgehen.

Entflohene Planeten …

… beispielen  meiden.

27.3.2012

Zu dem Vorwurf, den ich immer mal wieder höre:

>Da sei nun wiedermal aber was weit hergeholt …!?<

weit hergeholt

nahe liegend

mein Kopf pars pro toto

einbeziehend, einbeziehend und überhaupt, wenn man anerkennt, daß tatsächlich der ganze Körper denkt, fühlt, sinniert, und ICH sogar über diesen hinausgeht, sogar weit hinausgeht mit dem Denken, Fühlen, Sinnieren, dann glaub ich nicht, daß von weithergeholt überhaupt die Rede sein kann – bezogen jedenfalls auf mich. Das Schlangenzüngeln der Verknüpfungen:

Bleiben noch die Sachgebiete.

Nah am jeweiligen Fakt,

damit die Gedankensprünge nicht so schwer fallen,

damit Publikum drauf kommt,

als wär ein Werk ein Rätsel, daß man knacken könnte.

Mit dem kurzen Hebel.

Knacke, Kopf zerbrochen.

Manchen scheint Interpretieren nach genau dem Muster zu verlaufen.

Hier ist die Botschaft:

Ihr irrt!

Wenn Ihr Euch schon verlauft, dann richtig

weit.

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